Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Anstieg des Bruttoinlandsprodukts 2024 um 1,3 Prozent

Nr.21/2025  | 28.03.2025  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Nach Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, stieg in Mecklenburg-Vorpommern das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 preisbereinigt um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr an (Bundesdurchschnitt: -0,2 Prozent). An der Wirtschaftsleistung Deutschlands hatte Mecklenburg-Vorpommern mit einem Bruttoinlandsprodukt von 61,2 Milliarden EUR einen Anteil von 1,4 Prozent.

Die Bruttowertschöpfung des Landes erhöhte sich preisbereinigt um 704 Millionen EUR. Diese Summe speist sich aus den Summen der einzelnen Wirtschaftsbereiche, die sich sehr unterschiedlich entwickelt haben. Im Bereich Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei war die preisbereinigte Entwicklung der Bruttowertschöpfung mit 4,3 Prozent positiv (Bundesdurchschnitt: -0,1 Prozent). Der Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung betrug hier aber nur 3,4 Prozent. Dennoch ging 10,7 Prozent des Wirtschaftswachstums des Landes auf den Primärsektor zurück.

Die Bruttowertschöpfung des Produzierenden Gewerbes stieg 2024 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent (Bundesdurchschnitt: -3,0 Prozent). Der Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung betrug hier 25,9 Prozent. Mit dem kräftigen Plus trug das Produzierende Gewerbe 57,3 Prozent zum Wirtschaftswachstum Mecklenburg-Vorpommerns bei. Innerhalb des Produzierenden Gewerbes war die Entwicklung heterogen. Während es im Baugewerbe zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um -4,5 Prozent (Bundesdurchschnitt: -3,7 Prozent) kam, nahm sie im Verarbeitenden Gewerbe kräftig um 10,6 Prozent (Bundesdurchschnitt -2,9 Prozent) zu. Dank des starken Wachstums im Verarbeitende Gewerbe lag sein Wachstumsbeitrag bei 83,6 Prozent, obwohl das Verarbeitende Gewerbe nur einen Anteil von 11,2 Prozent an der Bruttowertschöpfung des Landes ausmachte.

Im Dienstleistungsbereich – dort werden 70,7 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes erbracht – stieg die Bruttowertschöpfung um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Bundesdurchschnitt +0,9 Prozent). Der Beitrag zum Wirtschaftswachstum lag daher bei nur 32,0 Prozent.

In der Gesamtschau lässt sich festhalten, dass die Entwicklung des BIP in Mecklenburg-Vorpommern aktuell von wenigen wirtschaftlichen Akteuren geprägt wird und nur bedingt für die Entwicklung der Bruttowertschöpfung des Landes in seiner gesamten Breite steht. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist weiterhin zu beachten, dass die den Berechnungen zugrundeliegende Datenbasis noch unvollständig ist. Es ist zu erwarten, dass sich aus späteren Berechnungen – unter Einbezug von dann vorliegenden Quelldaten – sichtbare Abweichungen gegenüber den hier präsentierten Ergebnissen ergeben werden.

Weitere Auskünfte gibt Herr Martin Axnick, Telefon 0385 588-56420.

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