Wirtschaftsleistung der Kreise Mecklenburg-Vorpommerns 2022
Rostock mit höchster Wertschöpfung – Schwerin mit höchsten Verdiensten
In Mecklenburg-Vorpommern lag 2022 das Bruttoinlandsprodukt bei 54,8 Milliarden EUR. Das entsprach 71.947 EUR je Erwerbstätigen. Innerhalb des Landes zeigten sich dabei Unterschiede. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern weiter mitteilt, war mit 80.358 EUR je Erwerbstätigen die Wirtschaftsleistung in der kreisfreien Stadt Rostock am höchsten. Danach folgten die Landkreise Nordwestmecklenburg (69.972 EUR) und Ludwigslust-Parchim (68.092 EUR). In Vorpommern-Greifswald (64.704 EUR), der kreisfreien Stadt Schwerin (67.450 EUR) sowie Vorpommern-Rügen (67.919 EUR) war das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen am niedrigsten.
Im Landesmittel wurden 4,7 Prozent der Bruttowertschöpfung im Primärsektor (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei) erbracht. Im Produzierenden Gewerbe waren es 24,4 Prozent. Der Anteil der Bruttowertschöpfung im Dienstleistungssektor betrug im Land 70,9 Prozent. Auf Kreisebene hatte der Primärsektor in Ludwigslust-Parchim (9,1 Prozent) und im Landkreis Rostock (7,0 Prozent) die höchsten Anteile an der jeweiligen Gesamtbruttowertschöpfung. Das Produzierende Gewerbe war in Nordwestmecklenburg (38,5 Prozent) und in Ludwigslust-Parchim (32,6 Prozent) besonders stark. Am geringsten war der Wertschöpfungsanteil des Produzierenden Gewerbes in Schwerin (17,5 Prozent) und Vorpommern-Rügen (18,0 Prozent). Spiegelbildlich fand die Bruttowertschöpfung im Dienstleistungssektor in Nordwestmecklenburg (55,7 Prozent) und Ludwigslust-Parchim (58,3 Prozent) in geringerem Maße statt. Besonders stark war der Dienstleistungssektor in den beiden kreisfreien Städten des Landes mit Schwerin (82,4 Prozent) und Rostock (78,7 Prozent) ausgeprägt. In der Landeshauptstadt ist dabei der Wirtschaftsbereich "Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit; Private Haushalte" mit 44,9 Prozent (MV: 31,0 Prozent) mit Abstand am Größten.
Die Bruttolöhne und Gehälter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern betrugen im Jahr 2022 insgesamt 23,4 Milliarden EUR. Dies entspricht einem durchschnittlichen Stundenverdienst von 25,34 EUR. In den beiden kreisfreien Städten Schwerin und Rostock waren die Stundenverdienste mit 27,69 EUR und 27,38 EUR am höchsten. Am geringsten waren die Bruttolöhne und ‑gehälter in Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Rügen mit 23,93 EUR bzw. 24,35 EUR je Stunde. Im Vergleich der Wirtschaftssektoren war der Bruttostundenverdienst im Primärsektor mit 16,65 EUR am geringsten. Innerhalb der Kreise verdienten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei mit 17,40 EUR die Stunde in Vorpommern-Rügen am meisten und mit 15,79 EUR die Stunde in Vorpommern-Greifswald am wenigsten. Allerdings waren die Verdienstabstände zwischen den Kreisen im Primärsektor gering. Am größten waren die Unterschiede im Produzierenden Gewerbe. Am meisten verdienten die Menschen im Produzierenden Gewerbe in der Hansestadt Rostock mit 30,45 EUR die Stunde. Am geringsten war der Stundenverdienst im Landkreis Rostock mit 23,47 EUR. Im Dienstleistungssektor verdienten die Menschen in Schwerin mit 27,73 EUR die Stunde am meisten und am wenigsten in Ludwigslust-Parchim mit 24,14 EUR die Stunde.
Weiterführende Informationen zum Thema Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.laiv-mv.de/Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesamtwirtschaft-&-Umwelt/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen.
Folgende Statistische Berichte können kostenfrei heruntergeladen werden:
"Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung der Wirtschaftsbereiche in den kreisfreien Städten und Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns" (Kennziffer: P213 2022 00): PDF- und XLSX-Format,
"Bruttolöhne und -gehälter sowie Arbeitnehmerentgelt der Wirtschaftsbereiche in den kreisfreien Städten und Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns" (Kennziffer: P223 2022 00): PDF- und XLSX-Format.
Weitere Auskünfte erteilt Herr Martin Axnick, Telefon 0385 588-56420.